Warum Stress dick macht und was du sofort dagegen tun kannst


michael - Sonntag, 3 Juni 2012


Stress ein Dickmacher

Wie angekündigt möchte ich nun auch in diesem Blog das Thema Gesundheit und Fitness aufnehmen und starte mit einem Thema, das jeden bekannt sein dürfte. Stress jeder kennt es, jeder leidet von Zeit zu Zeit darunter. Aber das Streß Hunger verursachen kann und sogar dickmachen kann, weiß kaum jemand. In dem heutigen Beitrag möchte ich näher darauf eingehen.

 

Was ist Stress?

Es gibt zwei Arten von Stress. Eustress und Disstress.

Eustress ist die positive Form des Stresses und beflügelt uns. Er tritt immer dann auf, wenn wir motiviert oder begeistert an einer Sache arbeiten und trotzdem unter Zeitdruck stehen. Auch Glücksmomente können diese Art von Stress auslösen. Disstress ist die negative Form des Stresses und tritt immer dann auf wenn man unter Leistungs- und Zeitdruck steht.

Stress aus geschichtlicher Sicht

Stress ist ein Überlebensprogramm welches vor Millionen von Jahren in uns Menschen installiert worden ist um das Überleben zu sichern. Gehen wir einfach mal zurück.

In der Vergangenheit existierte ein Gesetz, welches wir heute nur noch aus der Tierwelt kennen. Dieses Gesetz heißt: „Fressen oder gefressen werden“. Sobald der Hunger zu groß wurde, entstand großer Stress/Druck. Es blieb unseren Vorfahren nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zur Jagd zu machen. Der vermeidlichen Nahrung gegenüberstehend, wurde das System aktiviert. Das bedeutet der Körper versetzte sich in eine Art Alarm-Modus:

Der Blutdruck stieg an. Dadurch wurde der Körper besser durchblutet. Der Körper bereitete sich ausserdem darauf vor eventuelle Wunden schneller schließen zu können. Die Atmung wurde schneller und mehr Sauerstoff wurde in das Gehirn geleitet, um die Denkleistung zu steigern. Eine Menge Adrenalin, Noadrenalin, sowie Zucker wurde freigesetzt um die Muskulatur leistungsfähiger zu machen.

Mit nur zwei möglichen Optionen, wurde der Körper wieder in einen normalen Zustand gebracht.

Diese Optionen waren: Kampf oder Flucht.

Heutzutage sieht die Sache ganz anders aus. Obwohl wir in unserer Zeit weder kämpfen noch fliehen müssen, existiert das Überlebensprogramm nach wie vor. Wir geraten genauso oft, wenn nicht öfters in Stresssituationen (Zeitdruck, Streit mit Partner, Angst). Doch im Gegensatz zu unseren Vorfahren hat sich unser Umgang mit Stress stark verändert.

Warum Stress Dick macht

Wie bereits erwähnt setzt der Körper in Stresssituationen Zucker (Glucose) frei und der Blutzuckerspiegel steigt stark an. Da der Blutzuckerspiegel nicht ewig so hoch bleiben darf, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Das Hormon Insulin steuert die Aufnahme des Zuckers (Glucose) in die Zellen, wo der Zucker entweder verbrannt (Muskelatur) oder für Notfälle eingespeichert (Fettzellen) wird. Bei diesem Vorgang kann es zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen und wenn diese erreicht ist, fühlen wir uns energielos, werden müde oder unkonzentriert.

Mit anderen Worten:  Wir bekommen Hunger, denn der Körper schreit nach schneller Energie in Form von Zucker.

Und was machen wir in solchen Situationen?

Weil es schnell gehen muss, greifen auf der Arbeit in die Schublade und verzehren einen Schokoriegel oder gehen zur Kollegin und greifen mal schnell in die Keksdose. Dieser schnelle Griff zur Schokolade, zu den Kecksen oder Gummibärchen führt wiederum dazu, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt und erneut setzt der Körper das Hormon Insulin frei. Der Teufelskreis beginnt von vorne.

Stress und die Wirkung auf den Körper

Was du gegen Stress tun kannst

Natürlich gibt es verschiedene Entspannungtechniken, die in einer Stresssituation eingesetzt werden könnten, diese sind meist sehr zweitraubend und lösen das Problem nicht wirklich. Alternativ zu all diesen Techniken gibt es drei einfache und schnelle Möglichkeiten den Stress zu beseitigen.

1. Beseitige, wenn möglich, den Stressfaktor
2. Versuche die Stresssituation neu zu bewerten.
3. Bewegung.

Der 3. Punkt ist der von der Natur vorgesehene Weg. Kampf oder Flucht. Beides eine Form der Bewegung. Doch oft können wir nicht mal eben eine Runde Joggen gehen oder im Fitnessstudio Sport treiben.

Was können wir in einer Stresssituationen tun? Gerade dann, wenn wir auf der Arbeit sind?

Treppen rauf- und runterlaufen, Kniebeugen, Liegestütze, Seilchenspringen, Stressball, Kissen hauen, Sandsack-Boxen.
Es spielt keine Rolle was du machst, wichtig ist nur, dass Du kämpfst oder fliehst. Mit anderen Worten du solltest dich bei Stress auf jeden Fall bewegen um den Teufelskreis zu verlassen.

 

So Long

Michael

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Bild von: Alan Cleaver auf Flickr

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