Glaubenssätze – Teil 6 – Affirmationen, die Geheimwaffe für ein starkes Innergame


michael - Samstag, 12 Juni 2010


Was sind Affirmationen?

Affirmationen auf einer IndexCards
Affirmationen auf einer IndexCards

Affirmationen sind kurze Sätze die positiv und bejahend sind.

Sie können deinen Glauben, deine Einstellung zum Leben verändern und dir bei der Erreichung deiner Ziele helfen. Sie unterstützen dich dabei die jahrzehntelange Programmierung, die du durch deine Gesamte Umwelt (Familie, Freunde, Chefs, Medien….) erfahren hast, umzuändern.

Wie du Affirmationen erstellst

Wie bereits gesagt, können Affirmationen dein Leben positiv verändern. Damit Sie Ihre Wirkung richtig entfalten, solltest du beim erstellen von Affirmationen auf folgendes achten.

  1. Affirmationen müssen dich motivieren
    Das wichtigste bei Affirmationen ist, dass sie dich Motivieren sollen. Von daher gilt, dass Affirmationen einfach gehalten werden sollten. Um zu erklären, was ich meine gebe ich euch mal ein Beispiel mit auf dem Weg.
    Nehmen wir an, du möchtest mehr verdienen und setzt dir ein Ziel von 100000 Euro im Jahr.Auf Grund dieses Ziels hast du dir eine Affirmation wie folgt erstellt:

    „Ich verdiene locker und leicht 100000 Euro im Jahr“

    Diese Affirmation ist für mich nicht gerade motivierend, denn 100000 Euro ist eine große Summe, die erstmal erreicht werden muss. Als ich mir damals eine solche Affirmation erstellt habe, meldete sich mein Kopf mit Sätzen wie „wie sollst du das nur schaffen?“ oder mit „das ist unmöglich zu Wort“
    Und genau das gilt es beim erstellen von Affirmationen zu vermeiden.

    Was kannst du also tun um eine Affirmation so motivierend wie möglich zu gestalten?

    Die Lösung heißt vereinfachen.

    Du könntest dir die Summe 100000 Euro so vereinfachen, dass diese motivierender klingt und leichter zu erreichen scheint.
    Nehmen wir die 100000 Euro im Jahr und teilen diese durch 12 Monate, so sind es pro Monat nur noch 8333 Euro.
    Wenn wir nun die 8333 Euro durch 30 Tage teilen haben wir pro Tag eine Summe von 277 Euro.
    Und nun können wir eine Affirmation erstellen.

    „Ich verdiene locker und leicht 277 Euro pro Tag“

    Klingt das nicht einfacher und motivierender als die oben genannte Affirmation?

  2. Verwende die Gegenwartsform / Bleibe im Hier und Jetzt
    Du möchtest dass die Affirmationen schnell anschlagen, von daher ist nichts wichtiger die Affirmationen in der Gegenwartsform zu erstellen, also so als wenn du das Ziel schon erreicht hast.
    Also
    Nicht: Ich werde kommunikativ
    Sondern: Ich bin Kommunikativ

  3. Sie sollten positiv sein
    Affirmationen sollten immer positiv sein.
    Vermeide Verneinungen wie „nein“ , „nicht“
    Vermeide negativ klingende Wörter wie z.B. „Problem“, „Schmerz“, „Verlust“, „Krank“

  4. Müssen für dich stimmig sein
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mich nicht weiterbringt, die Affirmationen von anderen zu benutzen. Mein Problem war in diesem Fall, dass mir beim durch lesen immer wieder irgendwelche Gedanken durch den Kopf schossen und die entsprechende Affirmation hinterfragt wurde. Zudem stimmte auch das aufkommende Gefühl nicht. Mit Hilfe meiner Antworten auf die Fragen von The Work, habe ich es geschafft mir selbst auf mich stimmende Affirmationen zu erstellen, seitdem bleiben diese negativen Gefühle und Gedanken weg und meine Fortschritte sind besser geworden.

  5. Soll ich die Du oder Ich Form verwenden?
    Die häufigste Frage die ich in Bezug auf Affirmationen gelesen habe oder die dich ich mir oft selbst gestellt habe, warSoll ich die „Ich“, oder die „Du“ Form benutzen?Nach langem überlegen, habe ich mir diese Frage für mich selbst beantwortet und ich habe das Gefühl, dass es gut funktioniert.

    Sobald ich mir die Affirmationen selbst aufsage (Selbstsuggestion) verwende ich die „ICH“-Form.
    Höre ich mir die Affirmation an, dann verwende ich die „Du“-Form.

    Die Du-Form ist einer der Gründe warum wir mit negativen Glaubenssätzen durch unsere Umwelt versorgt werden.
    „Du bist zu nichts zu gebrauchen“,
    „Du bist zu Fett“,
    „Du bist uncool, wenn du kein Levis-Jeans trägst“,
    „Das musst du dir unbedingt kaufen“

    Hierbei handelt es sich eindeutig um Fremdsuggestion und das ist der Grund, warum ich meine Affirmationen in „DU-Form“ aufnehme.

Wie wendest du die Affirmationen an?

Nicht zu viele auf einmal
Mir hat es nichts gebracht, mich täglich mit 30 Affirmationen zu bombardieren, nur weil ich einfach nur schnell möglichst viel auf einmal ändern möchte. Mein Problem ist, dass ich mir nicht jede einzelne Affirmation merken kann.

Es sind einfach zu viele Informationen auf einmal. Abgesehen davon, darf man nicht vergessen, dass unser (Unter-)Bewusstsein täglich mit Millionen von Informationen bombardiert wird.
Ziel beim anwenden von Affirmationen sollte es sein, diese möglichst schnell zu Eigen zu machen.

Um das Maximum aus deinen, für dich stimmigen, Affirmationen zu holen, solltest du alle Affirmationen nacheinander abarbeiten.
Nimm deine erstellten Affirmationen und suche dir die 5-10 wichtigsten Affirmationen aus, wende diese für die nächsten 30 Tage an. Danach kannst du dir die nächsten 5-10 Affirmationen vornehmen.

Regelmäßige Anwendung ist notwendig
Das Ändern eines einschränkenden Glaubenssatzes erfordert konstantes Arbeiten daran. Du musst wissen, dass sich mancher Glaubenssatz über viele Jahre hinweg gebildet hat.

Meiner Erfahrung nach solltest du mit den ausgesuchten Affirmationen mindestens zwei Mal täglich arbeiten.
Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht morgens nach dem Aufstehen das erste Mal mit meinen Affirmationen zu arbeiten.
Der Grund hier für ist, dass das Gehirn nach einer Nacht voll aufnahmefähig ist und es sich zu Beginn des Tages noch in einer Phase der Entspannung befindet, da es noch nicht mit Informationen zu geballert wurde.

Der nächste Zeitpunkt, den ich persönlich für optimal halte um Affirmationen aufzunehmen ist kurz vor dem schlafen gehen oder während des Schlafens. Denn über Nacht hat das Gehirn Zeit mit diesen ohne Ablenkungen zu arbeiten.


Wie könnte das arbeiten mit deinen Affirmationen aussehen?

Es gibt unzählige Möglichkeiten mit Affirmationen zu arbeiten. Folgende Dinge habe ich bereits ausprobiert.

Laut lesen
Affirmationen auf einem Blatt aufschreiben.
Ich habe mir eine Kartei karte genommen und habe mir dort 5 Affirmationen aufgeschrieben mit denen ich arbeiten wollte. Der Vorteil daran ist, dass du dir diese Karteikarte in dein Portemonnaie stecken und überall hin mitnehmen kannst.
Wenn du in einer Phase der Entspannung bist, kannst du dir die die Karte hervorziehen und liest dir deine Affirmationen einfach laut durch!

Anhören
Ein weiteres tolles Tool ist ein Mp3 Player. Warum das so toll ist möchte ich im Folgenden erklären.

Ich bin hingegangen und habe mir meine Affirmationen mi t Hilfe eines PCs aufgenommen und als Mp3 abgespeichert.
Die Affirmationen habe ich mir in der „Du“ Form aufgenommen und mit ruhiger entspannender Musik unterlegt. Ich kann mir die Affirmationen beim Autofahren oder der Zugfahrt anhören oder während des Schlafens.

Emotionen, denke an deine Referenzerlebnisse.
Du kannst die Wirkung der Affirmationen auch verstärken. Nehmen wir an du hast dich für die Text-laut-lesen-Form entschieden. Du stehst als morgens auf und willst nun deine ausgewählten Affirmationen laut lesen. Versuche dich dabei an Ereignisse zu erinnern, die in dir ein gutes Gefühl aufkommen lassen, für dich wichtig und positiv waren.

Achte darauf dass die Referenzerlebnisse einen Bezug zu der jeweiligen Affirmation haben.

Das könnte wie folgt aussehen. Nehmen wir an eine deiner Affirmationen lautet:
„In jeder Situation bin ich locker und entspannt“

Bei einer solchen Affirmation denke ich sehr gerne an eine Situation zurück, wo mich ein Kollege auf der Arbeit mit einigen Aussagen reizen wollte. Ich reagierte nicht darauf. Hinterher wurde ich von einem weiteren Kollegen verwundert angesprochen, ob ich die Kommentare nicht mit bekommen hätte?

Dieses Erlebnis erfüllt mich selbst heute noch immer mit Stolz und Zufriedenheit. Und genau solche Referenzerlebnisse solltest du dir aussuchen.

Erinnerungsbilder mit Affirmationen ausstatten
Ich kriege es nicht gebacken mich an erlebte Situationen (Referenzerlebnisse) bildlich zu erinnern.

Was kann ich dagegen tun?

Nun ich bin hingegangen und habe mir Bilder von Zielen, Erlebnissen oder Bilder die in mir ein Gefühl auslösen, ausgedruckt und mit Affirmationen ausgestattet.Diese Bilder findet man bei mir auf dem Schreibtisch, der Pinnwand, der Schrankwand. Du kannst Sie überall in der Wohnung verteilen, sodass du Sie beim betreten eines Raumes direkt im Blick hast.

Es müssen nicht unbedingt Bilder sein, es reichen auch POST-IT’s, die du dir z.B. auf den Badezimmerspiegel kleben könntest.

Weitere Einsatzorte für Affirmationen
Auch dein PC kann ein klasse Ort sein um dich mit deinen Affirmationen auseinander zu setzen. Du kannst dir einen Desktophintergrund erstellen oder aber einen Screensaver mit Hilfe von IrfanView basteln.

Ich benutze sehr gerne die kleine Software Lojong Reminder § Meditation Timer.
Es ein kleines Erinnerungsprogramm, liest Zeilen und Absätze aus einer Text-Datei aus und zeigt diese auf dem Desktop an. Das tolle ist, das Programm ist Freeware und lässt sich portable einsetzten.

http://www.xworks.ca/pearls/pearls.html

Woran du merkst, dass du einen einschränkenden Glaubenssatz erfolgreich geändert hast

Nehme dir danach die Fragen aus The Work zu Hand und gehe diese erneut durch, du wirst feststellen, dass sich dein Denken geändert hat. Wenn das Ergebnis diesmal ein anderes ist. Suche dir die nächsten 5-10 Affirmationen raus und verfahre für die nächsten 30 Tage erneut so.

So das war Teil 6 der Artikel Serie Glaubenssätze. Im nächsten und letzten Teil werde ich euch zun Abschluss zwei Techniken für die Arbeit an euren Glaubenssätze vorstellen.

So Long

Michael

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